Waschmittel für das Klima
Ein neues Tensid von dm setzt recyceltes CO2 ein
Die Drogeriemarktkette dm bringt ein neues Waschmittel in die Filialen, das recyceltes CO2 nutzt, um das Klima zu schonen. Das Color- und das Vollwaschmittel der Hausmarke „Denkmit“ enthält jetzt Tenside, die über ein fermentations-basiertes Verfahren recyceltes CO2 einsetzen, berichtet das Unternehmen. Das biotechnologisch gewonnene Tensid ersetze erdölbasierte Inhaltsstoffe und vermindere so den CO2-Ausstoß in die Atmosphäre. Tenside sind waschaktive Substanzen, die die Benetzung von Textilien verbessern und den Abtransport des Schmutzes unterstützen. Pro Tonne Tensid, das durch Kohlendioxid-Recycling gewonnen wird, würden rund 1,2 Tonnen des Treibhausgases gebunden. Das CO2 wird so in einen Kreislauf geführt und nicht in die Atmosphäre ausgestoßen.
Auch Kosmetikprodukte geplant
„Das Verfahren ist ein Meilenstein der ökologischen Transformation solcher Konsumgüter“, sagt Kerstin Erbe, Geschäftsführerin für Produktmanagement sowie Nachhaltigkeit. Die Innovation sei gemeinsam mit den Herstellungspartnern LanzaTech und der Mibelle Group gelungen. Die ersten neuen Produkte werden jetzt in den mehr als 2.100 deutschen dm-Märkten eingeführt und mit dem „Pro Climate“-Label verkauft. Das von LanzaTech patentierte Fermentationsverfahren eignet sich darüber hinaus auch für andere Produktgruppen. Im nächsten Schritt sei bereits geplant, Kosmetikprodukte zu entwickeln, in denen durch CO2-Recycling Pflanzenöle wie Palmöl ersetzt werden könnten, kündigte dm an.
Kooperation für mehr Kreisläufe
Das Firmen-Trio arbeitet bereits seit 2018 zusammen und ersetzte zunächst fossile Bestandteile in Kunststoffen durch recyceltes CO2. Damit konnten 30 Prozent der Flaschen von Spülmitteln aus diesem Rohstoffstrom eingesetzt werden. Bei der Herstellung von CO₂-recycelten Produkten wird das Mengenausgleich-Verfahren angewandt. Dabei werden nachhaltig und konventionell erzeugte Rohstoffe gemeinsam verarbeitet. Die Menge an nachhaltigen Rohstoffen – wie Tenside im Waschmittel – werden rechnerisch auf die Endprodukte verteilt. Das Verfahren erlaube es den Partnern, Produktionsprozesse effizient und ressourcenschonend zu gestalten und den Anteil nachhaltiger Rohstoffe in der Lieferkette schrittweise zu erhöhen, ohne die Preise anheben zu müssen.
Quelle: dm