Schneller schöner
L'Oréal und Nvidia beschleunigen Beauty-Innovationen mithilfe von KI
L'Oréal weitet seine KI-Partnerschaft mit dem US-Tech-Riesen Nvidia aus, um Beauty-Innovationen durch KI-gestützte Entwicklung chemischer Inhaltsstoffe zu beschleunigen. Durch die Integration des Nvidia-Alchemi-Frameworks für maschinelles Lernen in seine Forschung und Innovation solle eine KI-Engine für Beauty und Hautpflege entwickelt werden, teilte der französische Konzern mit. Damit seien große Fortschritte bei der Entdeckung neuer Formulierungen möglich, da die KI vorhersagt, wie Moleküle auf atomarer Ebene wirken und interagieren.
Vom Laptop ins Labor
Die Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen entwickle sich von einer Zusammenarbeit im Marketing hin zur Erforschung und Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Durch die virtuelle Simulation von Inhaltsstoffen und Texturen könnten Tausende Parameter simultan geprüft werden, hieß es. Dadurch werde die Dauer von der Laboridee bis zur Marktreife stark reduziert. Der Forschungsprozess könne bis zu hundertmal schneller ablaufen als herkömmliche Methoden. Dies führe zu agileren Innovationsprozessen etwa bei Wirkstoffen für den Hautschutz und die Vorbeugung vorzeitiger Hautalterung.
Lichtschutz und guter Hautton
Derzeit konzentriert sich die Initiative auf zwei zentrale Säulen der Hautforschung: Lichtschutz und Hauttonmanagement. Nvidia Alchemi ermögliche es, Formulierungen in einer digitalen Umgebung zu ermitteln, ehe sie das Labor erreichen. Durch die Optimierung des molekularen Verhaltens wolle L'Oréal Branchenstandards setzen und wissenschaftlich präzise Schönheitslösungen bieten. „Durch die Anwendung KI-gestützter Molekularsimulationen auf unsere firmeneigenen Wirkstoffe schlagen wir eine Brücke zwischen Entdeckungen auf atomarer Ebene und realem Nutzen für Verbraucher“, sagt L'Oréals Forschungsverantwortliche Barbara Lavernos. „So beschleunigen wir die Entwicklung wirksamer und sinnlicher Produkte.“
Quelle: L'Oréal