09.07.2026 CosmeticBusiness

Kollagen aus dem KI-Labor

BASF und Bota Biosciences bringen bioidentischen Wirkstoff auf den Markt

Der BASF-Konzern hat gemeinsam mit dem chinesischen Biotechnologieunternehmen Bota Biosciences einen neuen Wirkstoff für die Hautpflege auf den Markt gebracht. Bei „SkinNexus Collag3n“ handele es sich um ein künstlich hergestelltes Kollagen-III-Fragment mit einer vollständigen humanidentischen Sequenz, das mithilfe von Hefefermentation hergestellt wird. Die Entwicklung basiere auf einer Kombination aus künstlicher Intelligenz, synthetischer Biologie und Hautforschung. Bota Biosciences in Hangzhou hat sich auf KI-gestützte Bioproduktion spezialisiert und verbindet künstliche Intelligenz, synthetische Biologie und industrielle Fermentation, um neue Inhaltsstoffe für verschiedene Branchen zu entwickeln. BASF wolle die Neuentwicklung in erster Linie für Körperpflegeprodukte vermarkten.

KI beschleunigt Wirkstoffentwicklung

Für die Entwicklung des veganen Wirkstoffs wurden nach Angaben der Unternehmen mehr als 2.000 Kollagenfragmente gescreent und auf ihre industrielle Produzierbarkeit untersucht. Ziel sei es gewesen, die Lücke zwischen Forschung und Produktion zu schließen und die Entwicklung neuer kosmetischer Wirkstoffe zu beschleunigen. Die Kombination aus KI-gestützter Forschung und biotechnologischer Produktion ermögliche eine effizientere Auswahl und Skalierung geeigneter Kandidaten.

Studien zeigen verbesserte Hautstruktur

In 3D-Modellen rekonstruierter Haut sei gezeigt worden, dass der Inhaltsstoff ein gesundes, natürliches Milieu der Haut fördert. Klinische Studien an Frauen zwischen 53 und 70 Jahren hätten nach vier Wochen Verbesserungen des Hautbildes in Bezug auf Erschlaffung und Faltenbildung gezeigt. Die Ergebnisse übertrafen ein Kollagen-Referenzprodukt, das in zehnfacher Konzentration eingesetzt wurde. Damit zielt der Wirkstoff insbesondere auf Anwendungen im Bereich Anti-Aging und Hautregeneration ab. „Die Zusammenarbeit zeigt, dass KI für die Bioproduktion Spitzenforschung in marktfähige, nachhaltige Inhaltsstoffe umsetzen kann“, sagte Cheryl Cui, Gründerin und CEO von Bota.

Quelle: BASF

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