Duftnoten in Brüssel
Industrie fordert von der EU Verhältnismäßigkeit bei Substitutionen
In der Debatte um die Substitution von Inhaltsstoffen von Düften und Parfüms haben die International Fragrance Association (IFRA) und die Internationale Gesellschaft der Parfümeure (ISPC) gegenüber der Europäischen Kommission und der EU-Mitgliedstaaten ihre Position klar gemacht. ISPC-Präsident Thierry Wasser betonte, dass das Entfernen oder Ersetzen einzelner Komponenten eine gesamte Duftarchitektur beeinflusse und Neuformulierungen zeitintensiv seien, da Sicherheit, Konformität und olfaktorische Integrität gewahrt werden müssten. Die Duftstoffbranche passe sich ohnehin kontinuierlich an neue EU-Regelwerke und die Kosmetikgesetzgebung an, wolle aber das kulturelle Erbe, die Handwerkskunst und die Produktqualität nicht vernachlässigen. Thierry Wasser unterstrich zudem die Schwierigkeit, Regeln für Duftstoffmischungen anzuwenden, die ursprünglich für den direkten Umgang mit Chemikalien in großen Mengen gedacht waren. IFRA und ISPC plädierten deshalb für verhältnismäßige und wissenschaftlich konsistente Vorgaben, die verantwortliche Innovationen ermöglichen. IFRA stellt auf der CosmeticBusiness 2026 aus. Weitere Informationen …