Wenn Kosmetikverpackungen den Weg zurückfinden
Auf der CosmeticBusiness 2026 feierte Corpack gemeinsam mit Trovr die Premiere einer mobilen Sammelstation für Kosmetikverpackungen. Das System soll leere Verpackungen gezielter erfassen und Verbraucherinnen und Verbraucher am Point of Sale direkt in den Rückgabeprozess einbinden.
Noch immer landen viele Kosmetikverpackungen im Restmüll und werden verbrannt, statt in geeignete Recyclingströme zurückgeführt zu werden. Genau hier setzt die neue mobile Sammelstation an, die Corpack gemeinsam mit Trovr erstmals auf der CosmeticBusiness 2026 vorgestellt hat.
Der Automat mit dem Namen Qube nimmt unterschiedliche Kosmetikverpackungen zurück – von Flaschen, Tuben und Tiegeln bis hin zu Produkten aus der dekorativen Kosmetik. Verbraucherinnen und Verbraucher können die Kosmetik-Verpackungen am Automaten zurückgeben und erhalten im Gegenzug einen Coupon, etwa für eine Geldrückgabe oder eine Treueprämie.
Vom Pfandflaschen-Rückgabesystem zur Lösung für Kosmetikverpackungen
Partner Trovr hat die Sammelstation ursprünglich für die Rückgabe von Pfandflaschen entwickelt. Derzeit stehen sie an mehr als 100 Standorten in Europa. Gemeinsam haben Corpack und Trovr die Technologie nun für Kosmetikprodukte weiterentwickelt.
Der entscheidende Unterschied zu vielen fest installierten Rückgabeautomaten: Die Station ist mobil und kann flexibel im Handel platziert werden. Über die Software lassen sich Produktdaten, teilnehmende Marken und Prämienmodelle anpassen. „Die Produkterkennung erfolgt aktuell über Barcode oder QR-Code. In der dahinterliegenden Datenbank können Marken und Produkte registriert werden. Dadurch lässt sich das System für verschiedene Marken, Produktgruppen und Rückgabemodelle nutzen,“ erklärt Christopher Corbeil, Project Manager, corpack GmbH.
Ein flexibler Baustein für Kreislaufkonzepte
Im Vergleich zu bestehenden Mehrweg- und Rückgabemodellen in Deutschland ist der Ansatz von Corpack und Trovr offener angelegt. Der Automat kann unterschiedliche Verpackungsformen und Produktkategorien aufnehmen und ist nicht zwingend auf ein einzelnes Verpackungsformat beschränkt. Damit könnte er sowohl für Recyclingkonzepte als auch für mögliche Wiederverwendungsansätze interessant sein.
„Für Marken eröffnet das System die Möglichkeit, Rücknahme und Verpackungsentwicklung stärker miteinander zu verbinden. Corpack kann Verpackungen so mitgestalten, dass sie für entsprechende Rückgabe- oder Kreislaufmodelle geeignet sind. Etwa durch recyclingfähige Materialien, passende Kennzeichnung oder ein Design, das die spätere Sortierung und Weiterverarbeitung erleichtert,“ sagt Christopher Corbeil.
Laut Corpack gab es bereits erste Gespräche mit Kunden, für die eine konkrete Nutzung der mobilen Sammelstation infrage kommt.
Quelle: Corpack