Von Seoul in die Welt
Hochmoderne K-Beauty erobert laut einer Mintel-Studie die westlichen Märkte
K-Beauty aus Südkorea, deren Philosophie auf innovative, sanfte und effiziente Formulierungen setzt, rückt nach verspielten Sheet-Masken, Schneckensekret-Filtraten und ikonischen Zehn-Schritte-Routinen zunehmend auf moderne Hauttechnologien sowie auf Diversität und Inklusivität. Laut der Studie „Von Seoul in die USA“ der internationalen Marktforschungsagentur Mintel und Black Swan Data werden künftig KI-gestützte Hautdiagnostik, Mikrobiom-fokussierte Formulierungen und personalisierte Hybridprodukte das Bild der südkoreanischen Kosmetik prägen. K-Beauty sei zu einer Kraft geworden, die die westliche Hautpflege und Kosmetik stark beeinflusst und in der Beautybranche Standards für Innovationen, Wirksamkeit und Erlebnisse setzt, so die Studie.
Zwischen Gwang und Minimalismus
Ein zentraler Unterschied zwischen Korea und dem Westen liegt in der Philosophie: Während K-Beauty traditionell mehrschichtige Hautpflege mit dem Ideal des „gwang“ – einer gesund strahlenden Haut – an die erste Stelle setzt, bevorzugen westliche Konsumentinnen und Konsumenten zunehmend minimalistische Pflegeroutinen. Hier wächst das Interesse an Kombinationsprodukten, die Hautpflege und dekorative Effekte verbinden und sofort sichtbare Ergebnisse versprechen. Zudem ist Inklusivität im Westen ein entscheidendes Kriterium: Konsumentinnen und Konsumenten erwarten Produkte, die zu unterschiedlichen Hauttönen, Typen und Lebensphasen passen. Daneben steigt die Nachfrage nach Produkten, die Umweltfaktoren und jahreszeitliche Belastungen berücksichtigen, stellt Mintel fest.
Wachsen mit inklusiver Schönheit
Insgesamt zeigt die Studie, dass K-Beauty auf dem Weg ist, sich von einer Nischenkategorie zu einer globalen Innovationskraft zu entwickeln. Die Zahl der in Korea hergestellten Hautpflegeprodukte auf dem US-Markt stieg bereits um 20 Prozent, während die Zahl der US-Produkte um 16 Prozent zurückging. Große Handelsketten setzen zunehmend auf K-Beauty-Marken. Erste Marken reagieren bereits, indem sie getönte Sonnenschutzprodukte oder Foundations für dunklere Hauttöne anbieten. Die Studie entwirft auch erste Produktideen für den nächsten Innovationsschub. Dazu gehören ein universeller Glow-Moisturizer für alle Hauttöne, eine pflegende Sea-Gwang-Maske mit marinen und probiotischen Wirkstoffen sowie ein erfrischender Glow-Mist, der Feuchtigkeit und Strahlkraft vereint. Laut Mintel wird der künftige Erfolg davon abhängen, wie gut es den Marken gelingt, technologische Fortschritte mit inklusiven und kulturell vielfältigen Schönheitsidealen zu verbinden.
Quelle: Mintel