17.11.2025 CosmeticBusiness

Vom Weinberg ins Badezimmer

Lumson verwandelt Traubenreste in Verpackungsinnovationen

Der italienische Kosmetikverpackungshersteller Lumson hat einen wiederbefüllbaren Tiegel aus Recyclingglas und Biokunststoffen aus Traubenresten vorgestellt. Das Designkonzept gehört zum Pilotprojekt Memora, das in Zusammenarbeit mit dem Startup Krill Design und Forschern der Technischen Universität Politecnico di Milano entwickelt wurde. Es verfolgt die Idee, Abfälle und Nebenprodukte aus anderen Bereichen – vor allem der Lebensmittelindustrie – durch einen umweltfreundlichen Upcycling-Prozess in wertvolle Rohstoffe für Kosmetikverpackungen zu verwandeln.

Ein recycelbarer Biokunststoff

Herzstück des Konzepts ist ein Tiegel mit dem Namen „Deluxe“, ein 50-Milliliter-Nachfüllbehälter aus Recyclingglas von Lumson. Die Platte, der Deckel und der wiederbefüllbare Innenbehälter bestehen aus „ReKrill Uva“ – einem biologisch abbaubaren Biokunststoff des italienischen Startups Krill Design, das sich auf nachhaltige Materialien aus Nebenprodukten der Lebensmittelindustrie spezialisiert hat. Das Design setzt auf ein Kreislaufsystem mit Rückgewinnung, Reduzierung und Wiederverwendung von Rohstoffen.

Austausch per NFC-Chip

Darüber hinaus kann in den Tiegel ein NFC-Chip integriert werden, über den Verbraucherinnen und Verbraucher auf Markeninformationen zugreifen können – etwa zu technischen Daten, zur Rückverfolgung oder zur Wiederverwendung. Auch Treueprogramme und weitere Formen der Verbraucherbindung können unterstützt werden. Das Pilotprojekt ist Teil der öffentlich geförderten MUSA-Initiative, die von mehreren Mailänder Hochschulen getragen wird und sich mit nachhaltiger Gestaltung von Mode und Design beschäftigt. Lumson sieht darin nach eigenen Angaben einen Ansatz, um Materialeinsatz, Herstellungsprozesse und digitale Funktionen im Verpackungsbereich weiterzuentwickeln.

Quelle: Lumson

Lumson
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