19.03.2026 CosmeticBusiness

Schweißtreibender Markt

Unilever-Konzern treibt sein Deo-Geschäft mit immer mehr Innovationen voran

Der Konsumgüterkonzern Unilever, nach eigenen Angaben mit Marken wie Axe, Dove und Rexona der Weltmarktführer im Deodorant-Bereich, baut sein Deo-Geschäft gezielt mithilfe von KI, Robotik und ungewöhnlichen Praxistests aus. Neue Wirkstofftechnologien, Produktformate und wissenschaftsbasierte Entwicklungen, die eine bessere Schweiß- und Geruchskontrolle sowie längere Duftwirkung bieten, würden bereits eingesetzt und sollten das Wachstum weiter vorantreiben, erklärte der Konzern. Der globale Deodorant-Markt umfasse 24 Milliarden Euro und wachse jährlich um sechs Prozent. Rexona, das international auch als Degree, Sure und Shield bekannt ist, sei die größte Deo-Marke der Welt. Unilever schrieb mit Körperpflegeprodukten voriges Jahr 13,2 Milliarden Euro Umsatz, dabei hätten Deos zu den Wachstumstreibern gehört.

Tests im „Hot Room“

Unilever investiert nach eigenen Angaben pro Jahr etwa eine Milliarde Euro in die Forschung und Entwicklung. Davon profitierten insbesondere Deodorants mit Produktinnovationen. Dazu gehöre eine patentierte Antitranspirant-Technologie, die 72 Stunden vor Gerüchen schützen soll. 60 Wissenschaftler von Unilever hätten dafür mehr als 200 klinische Tests durchgeführt. Dazu gehören auch so genannte „Hot Room“-Schweißtests, bei denen kontrolliert wird, ob Formulierungen bei hohen Temperaturen vor Nässe schützen – samt Geruchstests an unterschiedlichen Probanden. Die Technologie sei heute bei den Marken Rexona und Dove zu finden. Eine weitere wachstumsstarke Neuerung seien Ganzkörperdeos, die neben Geruchsschutz auch Hautpflegefunktionen bieten und als Sprays, Sticks und Cremes erhältlich sind. Laut Unilever ist es eine der größten Veränderungen der Körperpflege seit Jahrzehnten: Eine Studie in Großbritannien ergab, dass bereits jeder dritte Erwachsene sein Deo auch auf andere Körperstellen als die Achselhöhle aufträgt.

Tempo steigt mit KI

Parallel habe Unilever bereits die weltweit größte Datenbank zum Mikrobiom der Haut aufgebaut, um zu bestimmen, welche bakteriellen Enzyme für die Geruchsentwicklung verantwortlich sind. Damit entwickle das Unternehmen Inhaltsstoffe, die diese Bakterien neutralisieren, ohne das Gleichgewicht des Mikrobioms zu stören. KI, digitale Automatisierung und robotergestützte Tests würden dazu beitragen, dass das Tempo und der Umfang der Forschungs- und Entwicklungsarbeit steigen. Damit könnten Arbeiten, die vor kurzem noch Jahre in Anspruch genommen haben, in Wochen oder Tagen abgeschlossen werden. Neben neuen Inhaltsstoffen spielen außerdem Verpackung und Produktionsprozesse eine wichtige Rolle. So werden neue Verpackungsformate für unterschiedliche Anwendungen und Komfortanforderungen entwickelt. Ziel sei es, die Deo-Kategorie weiter zu differenzieren und zusätzliche Wachstumsimpulse zu schaffen.

Quelle: Unilever

Unilever
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