04.09.2025 CosmeticBusiness

Schönheitspflege glänzt in Deutschland

Kosmetikmarkt boomt im Inland, lahmt aber im Ausland

Inland top, Export hopp: Der Umsatz mit Kosmetika und Haushaltsprodukten verläuft weiter gegensätzlich. Laut dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) haben dessen Mitgliedsunternehmen im ersten Halbjahr Produkte im Wert von 17,8 Milliarden Euro bei deutschen und internationalen Handelspartnern abgesetzt – ein Plus von 3,6 Prozent. Doch während der heimische Markt um 6,9 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro zulegte, blieb das Auslandsgeschäft mit einem Minus von drei Prozent rückläufig. Der Umsatz betrug lediglich 5,9 Milliarden Euro. Im ersten Quartal lag das Minus allerdings sogar noch bei fünf Prozent.

Körperpflege im Höhenflug

Besonders dekorative Kosmetik wie Make-up sowie Hautcremes und Gesichtspflegemittel, Shampoos und andere Haarpflegeprodukte waren beliebt: Dafür gaben Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland 9,1 Milliarden Euro aus – ein Zuwachs von sechs Prozent. Produkte rund ums Waschen, Putzen und Reinigen steuerten weitere 2,8 Milliarden Euro und ein Plus von 4,6 Prozent zum Inlandsumsatz bei. Unter den ins Ausland verkauften Produkten konnten sich die Bade- und Duschzusätze deutlich vom Negativtrend abheben. IKW-Geschäftsführer Thomas Keiser erklärte, der Export leide unter der geopolitischen Situation. Für viele unserer Unternehmen sei das eine existenzielle Herausforderung.

Bürokratie bremst Innovation

Laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger im Auftrag des IKW empfinden 90 Prozent der Unternehmen den bürokratischen Aufwand durch nationale und europäische Vorgaben als starke Belastung. 40 Prozent der Befragten rechnen mit Zusatzkosten bis in den sechsstelligen Bereich. Regulatorische Anforderungen führten zudem dazu, dass Produkte vom Markt genommen werden müssten oder Innovationen scheiterten. Drei Viertel der Befragten halten den Wirtschaftsstandort Deutschland inzwischen für wenig attraktiv. Dennoch denken nur wenige Betriebe über Produktionsverlagerungen ins Ausland nach. Die Mehrheit bekennt sich aus Überzeugung und Verantwortungsbewusstsein zu Deutschland.

Quelle: IKW

IKW
Zurück zu allen Meldungen