Schneller neuer Kollege
Unilever-Konzern sorgt mit KI für mehr Effizienz in allen Geschäftsbereichen
Der Unilever-Konzern setzt zunehmend Künstliche Intelligenz in unterschiedlichen Geschäftsbereichen ein und verweist damit auf messbare Erfolge in Forschung, Produktion und Marketing. „Von Innovationen bis hin zur Optimierung der Lieferketten verändert KI die Art und Weise, wie wir unser Geschäft führen“, betont der Konzern in einem aktuellen Bericht. KI komme von der Fabrikhalle bis ins Ladenregal zum Einsatz und unterstütze Teams dabei, gesellschaftliche Trends schneller zu erkennen und Projekte zielgerichteter umzusetzen. In der Produktion der Personal-Care-Fabrik in Hefei, China, sei durch KI die Effektivität der Anlagen um acht Prozent gesteigert und die Abfallmenge um 20 Prozent reduziert worden. Im Personal-Care-Geschäft werde KI zu einem strategischen Motor. Sie ermögliche bessere Produkte, steigere die Effizienz und schaffe neue verbraucherorientierte Erlebnisse.
Von der Analyse bis zur Wartung
Mehr als 75 Prozent der Mitarbeitenden im Personal-Care-Bereich würden inzwischen regelmäßig persönliche KI-Produktivitätstools einsetzen, so Unilever. Beispiele seien Programme wie der Smart-Briefing-Pilot, mit dem Marketingteams die Qualität und Effizienz von Briefings steigerten und so Zeit sparten. In Forschung und Entwicklung beschleunige KI die Analyse komplexer Fragen und ermögliche schnellere Innovationen bei der Entwicklung von Technologien für Produkte wie Ganzkörper-Deodorants. „Geschwindigkeit ist vielleicht der sichtbarste Vorteil, den KI für unser Unternehmen bringt“, betont Unilever. Neben der Produktion und Forschung werde KI auch zur vorausschauenden Wartung, Prozessautomatisierung und Risikoerkennung in Werken eingesetzt und habe dort ebenfalls Effizienzgewinne und Verbesserungen bei der Sicherheitsüberwachung gebracht.
Kunden besser verstehen
Zugleich habe KI zu mehr Effizienz, Produktivität und Personalisierung im Marketing geführt, wie etwa bei der Dove-Kampagne „Change the Compliment“. Sie habe innerhalb eines Monats in 25 Märkten 700 Millionen Impressions erzielt und eine positive Resonanz von 94 Prozent verbucht. KI ermögliche ein tieferes Verständnis der Konsumenten und ihrer Bedürfnisse in Echtzeit, betont Unilever. Dies helfe Marken, Trends und kulturelle Ereignisse besser aufzugreifen und Bedürfnisse schneller zu bedienen als bisher. Darüber hinaus setzt der Konzern KI für praxisnahe Tools in Lieferketten und an Verkaufsorten ein. In Lateinamerika erhielten Merchandising-Teams lokale Empfehlungen, um Ladenpräsenz und Regalsichtbarkeit zu verbessern. Sie könnten sich auf eine nach Prioritäten geordnete Aktionsliste konzentrieren, die auf den Bedarf vor Ort zugeschnitten ist. „In Brasilien setzen wir digitale Tools am Point of Sale ein, um den Verkauf vor Ort zu steigern“, erklärt Managerin Claudia Meira. Mehr als 3.600 Merchandiser in 6.000 Filialen würden mithilfe der Daten entscheiden, welche Geschäfte sie besuchen.
Quelle: Unilever