01.10.2026 CosmeticBusiness

Prestige-Beauty bleibt gefragt

VKE erwartet Wachstum durch Innovation, starke Marken und Digitales

Der VKE-Kosmetikverband sieht für die Prestige-Beauty-Branche trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten neue Wachstumschancen. Entscheidend seien Innovationen, eine emotionale Markenbindung und neue digitale Wege zu Verbraucherinnen und Verbrauchern, erklärte der Verband auf seiner Mitgliederversammlung unter dem Leitmotiv „Shaping the Future of Beauty“.Der Prestige-Kosmetikmarkt zeige sich dabei bislang robust, während andere Konsumgüterkategorien unter Druck stehen. Nach Daten des Marktforschungsunternehmens Circana stieg der Umsatz von Januar bis August 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,8 Prozent auf 2,448 Milliarden Euro. Besonders positiv entwickelten sich Haar- und Hautpflege sowie Make-up, während das Duftsegment leicht zurückging.

Mehrwert statt Niedrigpreise

Eine wichtige Chance sieht der Verband in der weiterhin vorhandenen Zahlungsbereitschaft für besondere Produkte. Zwar sei ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis nach der Circana-Befragung der wichtigste Kaufgrund bei Düften, Pflege und Make-up. Entscheidend sei aber nicht allein ein niedriger Preis. Die glaubwürdige Verbindung von Qualität, Wirksamkeit, Innovation, Service und Produkterlebnis könne einen höheren Preis rechtfertigen. Die VKE-Mitglieder erwarten deshalb eine weitere selektive Premiumisierung des Marktes. Marken müssten ihren besonderen Nutzen allerdings klarer vermitteln und erlebbar machen. „Prestige entsteht nicht allein durch den Preis“, sagte VKE-Präsident Markus Grefer. „Wer echten Mehrwert schafft und diesen überzeugend vermittelt, findet auch in einem herausfordernden Umfeld Wachstumschancen.“

Wachstum durch KI und echte Inhalte

Besonders große Potenziale sehen die Unternehmen in neuen digitalen Vertriebs- und Kommunikationswegen. 92 Prozent der VKE-Mitglieder erwarten dieses Jahr steigende Onlineverkäufe. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählen Social Commerce, KI und neue Vertriebskanäle. Vor allem für die Generation Z und jüngere Millennials gewännen soziale Medien, Influencer, Community-Plattformen und KI-Anwendungen an Bedeutung. KI könne zudem für Produktempfehlungen, personalisierte Beratung sowie neue Such- und Inspirationsangebote eingesetzt werden. Voraussetzung bleiben aber relevante Inhalte, eine konsistente Markenführung und ein klar erkennbarer Mehrwert. Zugleich wachse mit der zunehmenden Fragmentierung des Marktes die Bedeutung von Originalität und Differenzierung. Auch die Marke VKE solle mit Blick auf das 75-jährige Bestehen 2027 noch stäker wahrgenommen werden, sagte Andreas Fuhlisch, Geschäftsführer des VKE-Kosmetikverbandes.

VKE-Kosmetikverband, Vavo Media
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