Persönlicher, präventiver, ganzheitlicher
IKW-Studie zeigt langfristige Trends der Schönheitspflege
Die Schönheits- und Körperpflege bewegt sich laut der neuen Studie „Transforming Beauty“ für den Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) zwischen starken Gegensätzen: Künstliche Idealbilder würden auf den Wunsch nach mehr Natürlichkeit treffen, Selbstdarstellung auf mehr nachweisbare Wirkung und Beauty-Shortcuts auf langfristige Vorsorge. Darüber hinaus zeige die von The Future:Project durchgeführte Trendstudie, dass Schönheitspflege vielen Menschen als Stabilitätsanker gilt, um die Anforderungen des Alltags zu bewältigen.
Zwischen Hyperästhetik und Selbstfürsorge
Künstliche Intelligenz, Filter und perfekt inszenierte Gesichter im digitalen Raum setzen laut der Studie neue Schönheitsmaßstäbe und erzeugen großen Druck auf Konsumentinnen und Konsumenten. Gleichzeitig wachse der Wunsch nach Pflege, die sich gut anfühlt, natürlich ist und die Gesundheit stärkt. Damit wird Körperpflege Teil einer Selbstfürsorge, die den ganzen Körper und Geist einbezieht. Gleichzeitig achten Verbraucherinnen und Verbraucher stärker darauf, was in Kosmetik steckt und was sie bewirkt. Inhaltsstoffe, wissenschaftliche Belege und Transparenz gewinnen an Bedeutung. „Haut, Haare, Hormone – Lebensphasen werden stärker zusammengedacht“, so die Studie. Schönheit sei heute außerdem vielfältiger: Make-up, Duft und Pflege lösten sich von klassischen Geschlechterbildern. Entscheidend sei, ob ein Produkt zur Person, zur Haut und zum Lebensstil passe.
Zwischen Mühelosigkeit und Prävention
Neben schnellen Lösungen wie Fillern oder Abnehmspritzen wachse der Wunsch nach Prävention. Jüngere Menschen möchten nicht erst reagieren, wenn Haut, Haare oder Zähne sichtbar altern, sondern vorsorgen. Gesundheit werde als Teil der Schönheitspflege früh mitgedacht: Weg vom schnellen Boost, hin zur dauerhaften Prävention, in der gesunder Schlaf, Sonnencreme und Pflegeroutinen für einen verlangsamten Alterungsprozess sorgen. „Anti-Aging wird zum Lebensprojekt und beginnt bereits in der Jugend“, stellt die Studie fest. Produkte müssten künftig stärker auf persönliche Daten, Hautzustand, Mikrobiom, Stresslevel, Hormone und Schlaf eingehen. Pflege müsse helfen, sich im Körper wohlzufühlen, den Alltag zu bewältigen und mit mehr Selbstvertrauen aufzutreten. Schönheitspflege frage in Zukunft, so die Studie, was Menschen benötigen, um sich gut, gesund und selbstbestimmt zu fühlen.
Quelle: IKW