27.05.2026 CosmeticBusiness

Nanotech für die Haut

Amorepacific entwickelt neue Mikro-Technologie für kosmetische Wirkstoffe

Das südkoreanische Kosmetikunternehmen Amorepacific hat eine neue Kosmetik-Applikationstechnologie entwickelt, die auf Nanotechnologie basiert. Sie nutzt pflanzliche Triterpene, um ein 20 Nanometer kleines, lipidbasiertes Nano-Transportsystem zu entwickeln, das deutlich kleiner und stabiler als herkömmliche Kosmetikträger ist. Die neue Technologie mit dem offiziellen Namen „Lipo3Ex“ werde bereits in Produkten der südkoreanischen Marken IOPE und Primera eingesetzt, hieß es. Die Hautpflegetechnologie basiere auf einer gemeinsamen Forschungsarbeit mit dem Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) und wurde in der internationalen Fachzeitschrift für Nanowissenschaften, ACS Nano, veröffentlicht, berichtet das Unternehmen.

Transportsystem aus der Natur

Dem Forschungsteam sei es gelungen, ein lipidbasiertes Transportsystem auf 20 Nanometer zu reduzieren und gleichzeitig eine stabile, widerstandsfähige Struktur zu entwickeln. Bei kosmetischen Wirkstoffen ermöglicht eine kleinere Partikelgröße in der Regel eine bessere Wirkstoff-Freisetzung. Das Amorepacific R&I Center habe sich dabei auf den pflanzlichen Inhaltsstoff Triterpene konzentriert und nachgewiesen, dass er die Struktur des Trägers auf natürliche Weise erhalten und intermolekulare Bindungen stärken könne, wodurch die Stabilität auch bei minimaler Größe erhöht wird.

Wirkung in tieferen Hautschichten

In Studien an menschlicher Haut habe sich bestätigt, dass Triterpene effektiver und gleichmäßiger in tiefere Hautschichten eindringen können als herkömmliche Trägerstoffe. Damit wird die Wirkstoffabgabe spürbar erhöht. Kosmetische Wirkstoffe bleiben nicht länger auf bestimmte Hautpartien beschränkt, sondern werden gleichmäßiger in der Haut verteilt. Dadurch können Anwender stabilere und gleichmäßigere regenerative Effekte erzielen, die zu einem ausgeglichenen Hautbild beitragen, so das Unternehmen. Die Studie nutzte modernste Analysemethoden wie Kryo-Elektronenmikroskopie, Röntgenstreuung und Molekular-Dynamiksimulationen. Sie übertreffen bestehende sensorische und erfahrungsbasierte Ansätze und bilden nun die Grundlage für die Entwicklung weiterer kosmetischer Applikationstechnologien, teilte Amorepacific weiter mit.

Quelle: Amorepacific

Adobe Stock, SolaruS
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