05.03.2026 CosmeticBusiness

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil

„Make Up the Future”-Report von Quantis betont ökologische Strategien

Nachhaltigkeit entwickelt sich in der Beautybranche vom reinen Imagefaktor zu einer strategisch entscheidenden Kernkompetenz. Zu diesem Ergebnis kommt die Schweizer Nachhaltigkeitsberatung Quantis in der neuen Ausgabe ihres Reports „Make Up the Future“. Demnach werden Klimarisiken, regulatorischer Druck, geopolitische Unsicherheiten und weltweit steigende Transparenzanforderungen die Spielregeln der Kosmetikbranche grundlegend verändern. Nachhaltigkeit müsse systematisch in Produktentwicklung, Beschaffung, Governance-Strukturen und Marketing integriert werden. Sie habe sich in den vergangenen 20 Jahren von einem Randthema zum zentralen Leistungsfaktor entwickelt.

Vom Nice-to-have zum Must-have

Laut der Studie rücken Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, in der 95 Prozent der Klimaauswirkungen von Kosmetikprodukten entstehen, zunehmend in den Fokus – etwa bei Rohstoffen, Verpackungen und Transport. Plattformen zur Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen oder zur Umweltbewertung von Produkten könnten Standards für Transparenz schaffen. Zwar sei seit 2020 der weltweite Umsatz der Branche um fast 60 Prozent gewachsen, getrieben vor allem durch Schwellenländer, Premium-Hautpflege und markengetriebene Geschäftsmodelle. Doch zugleich hätten sich Lieferkettenrisiken, Rohstoffabhängigkeiten und regulatorische Vorgaben wie der europäische Green Deal spürbar verschärft. Nachhaltigkeit sei heute kein „Nice-to-have“ mehr, sondern Grundlage für Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmen, die frühzeitig handeln, könnten Risiken reduzieren, Lieferketten stabilisieren und ihre Markenposition stärken.

Unterstützung durch Künstliche Intelligenz

Laut Quantis zeigen erste Praxisbeispiele, dass Investitionen wie in Refill-Systeme, ressourcenschonende Anwendungen oder nachhaltige Verpackungslösungen nicht nur Emissionen senken, sondern auch Wachstum generieren. Nachhaltigkeit müsse daher konsequent in Finanzplanung, Risikomanagement und strategische Entscheidungen integriert werden. Neben CO₂-Emissionen werden auch weitere Umweltthemen wie Biodiversität, Wasserknappheit und Bodendegradation zu geschäftskritischen Faktoren. Das Beispiel Palmöl zeigt, wie problematische Inhaltsstoffe stärker in den Fokus rücken. Zu einem wichtigen Instrument für die Transformation entwickele sich dabei laut Quantis die Künstliche Intelligenz. Sie unterstützt Unternehmen bei Ökobilanzen, Szenario-Analysen, Optimierungen von Formulierungen und der Analyse komplexer Lieferketten.

Quelle: Quantis

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