Lippenpflege im Öko-Tiegel
FaiveleyTech fertigt für Yom Beauty Verpackungen aus Bio-MaterialFaiveleyTech
Der französische Verpackungsspezialist FaiveleyTech hat für die britische Lippenpflegemarke Yom Beauty Verpackungselemente aus dem Biowerkstoff „Sulapac Solid“ entwickelt. Aus dem Material würden ein abgerundeter Deckel und ein Spatel für das Lippenpflegeprodukt „The Pebble“ gefertigt, teilte das Unternehmen mit. Das dafür verwendete, ungefärbte Material bestehe vollständig aus biobasierten Rohstoffen und soll ohne dauerhafte Mikroplastikrückstände biologisch abbaubar sein. Es verleihe dem Deckel zudem eine leicht perlmuttartige Oberfläche und fühle sich ähnlich wie Keramik an, hieß es. Die Form sei von irischen „Wunschsteinen“ inspiriert, die organische Gestalt fühle sich in der Hand natürlich und angenehm an. Der eigentliche Tiegel für die Lippenpflege besteht dabei aus lebensmitteltauglichem Glas.
Deckel aus einem Material
Eine weitere Besonderheit sei die Abdichtung des Deckels, teilte FaiveleyTech mit. Das Unternehmen entwickelte dafür erstmals auch eine Dichtung aus Sulapac-Material. Sie wird ohne Klebstoff und ohne zusätzliche Schichten aus Polyethylen oder Polypropylen eingesetzt. Deckel und Dichtung bilden dadurch eine Monomaterial-Konstruktion, die eine spätere Verwertung erleichtern soll, sobald entsprechende Recyclingströme für biobasierte Materialien verfügbar sind. Yom Beauty verfolgt den Ansatz auch beim Produkt selbst: Für die Lippenpflege werden nach Unternehmensangaben ausschließlich Inhaltsstoffe verwendet, die sowohl für die kosmetische Anwendung geeignet als auch als lebensmitteltauglich zertifiziert sind. Damit sollen sie auch beim Verschlucken unbedenklich sein.
Biowerkstoff für den Spritzguss
Für die gesamte technische Entwicklung des Verschluss- und Applikationssystems waren Teams am französischen Standort Orgelet im Jura-Gebirge verantwortlich, berichtet FaiveleyTech. Das Material Sulapac Solid wurde vom finnischen Hersteller Sulapac entwickelt und lässt sich ähnlich wie herkömmliche Kunststoffe im Spritzguss verarbeiten. FaiveleyTech arbeitet bereits seit 2018 mit dem Unternehmen zusammen und hat deren Materialien unter anderem für hochwertige Verpackungen von Chanel und Shiseido eingesetzt. Sie sollen Kunststoffe ersetzen und kein Mikroplastik hinterlassen. Mehr als 100 Tonnen verschiedener Sulapac-Werkstoffe habe FaiveleyTech bislang bereits verarbeitet, hieß es.
Quelle: FaiveleyTech