Kosmetik trifft KI
L'Oréal und OpenAI entwickeln gemeinsam Innovationen für die Beauty-Branche
Der L'Oréal-Konzern und der KI-Entwickler OpenAI haben auf der Technologiemesse VivaTech 2026 in Paris eine Kooperation für die Schönheitsbranche bekanntgegeben. Nach Angaben der Unternehmen konzentriert sich die Zusammenarbeit auf zwei Bereiche: zum einen auf KI-gestützte Customer-Journeys von der ersten Wahrnehmung eines Produkts bis zum Kauf sowie den Einsatz von Agentic Commerce, bei dem KI-Agenten den Einkaufsprozess übernehmen. Zum anderen geht es um KI-gestützte Anwendungen in verschiedenen Berufsfeldern von Forschung und Wissenschaft bis zum Marketing. OpenAI fungiere dabei als grundlegender Partner in L'Oréals Roadmap für transformative KI, so der französische Kosmetikkonzern.
Virtuelle Make-up-Anproben und Haut-Kartierung
Unter anderem soll die Marke Maybelline New York virtuelle Make-up-Anproben direkt in ChatGPT integrieren. Zudem will L’Oréal mit OpenAI die Produktsuche für Marken wie Lancôme und Kérastase innerhalb von ChatGPT in den USA verbessern. SkinCeuticals, CeraVe und Garnier werden Teil eines Pilotprojekts, bei dem Werbung in dem Moment entsteht, in dem Verbraucherinnen und Verbraucher Kaufabsichten und Kaufverhalten zeigen. Parallel soll mithilfe von GPT-Rosalind, einem Modell für Biowissenschaften, das Hautmikrobiom kartiert werden. Dabei sollen nützliche Bakterien identifiziert werden, um die Entwicklung von Hautpflegeprodukten zu beschleunigen. L’Oréal hat nach eigenen Angaben bereits 73.000 Mitarbeiter in generativer KI geschult und mit Tools wie L'OréalGPT sowie persönlichen KI-Begleitern ausgestattet.
Digitale Haar-Zwillinge und Hautmodellierung
L’Oréal hat zugleich seine zehnjähriges Präsenz auf der VivaTech gefeiert und unter dem Motto „Beauty Odyssey“ weitere digitale und KI-gestützte Beauty-Lösungen wie KI-gestützte Diagnosetools für personalisierte Hautpflege präsentiert. Ziel sei es, die Schönheitspflege durch Technologien erlebbarer zu machen und individuelle Bedürfnisse besser zu erfüllen, hieß es. „Unsere Innovationen zeigen, was möglich ist, wenn mehr als ein Jahrhundert Expertise in der Schönheitswissenschaft auf Technologie, Daten und KI trifft – von Algenbiotechnologie und LED-Innovationen bis hin zu digitalen Haar-Zwillingen und vorbeugender Hautmodellierung“, sagte Barbara Lavernos, stellvertretende Geschäftsführerin für Forschung, Innovation und Technologie bei der L'Oréal-Gruppe.
Quelle: L’Oréal