29.10.2026 CosmeticBusiness

Hautpflege für Aktive

Ashland entwickelt mit Forzango neuen Wirkstoff für die Haut unter Belastung

Der US-Spezialchemiekonzern Ashland hat mit „Forzango biofunctional“ einen neuen kosmetischen Wirkstoff für Menschen mit einem aktiven Lebensstil auf den Markt gebracht. Der Inhaltsstoff werde durch überkritische CO₂-Extraktion aus der Rinde der südamerikanischen Kondurango-Kletterpflanze gewonnen, so das Unternehmen. Die überkritische CO₂-Extraktion gilt als schonendes Verfahren, bei dem Kohlendioxid feste Stoffe leicht wie Gas durchdringt und darin enthaltene Substanzen wie eine Flüssigkeit herauslöst. Der so gewonnene Wirkstoff solle die Haut dabei unterstützen, mit Belastungen durch Sport, Bewegung, Sonne und einen aktiven Alltag besser umzugehen. Er sei für eine Generation entwickelt worden, die die Pflege der körperlichen Gesundheit nicht mehr von der Pflege der Schönheit trennt.

Körpereigene Selbstentgiftung fördern

Ashland setzt mit „Forzango“ nach eigenen Angaben auf ein „umfassendes Ausdauerprogramm“ mit vier Wirkungsbereichen: Der Inhaltsstoff solle körpereigene Reinigungsprozesse und die Selbstentgiftung der Haut unterstützen, die Zellatmung fördern, die Hautbarriere und antimikrobielle Abwehrkräfte stärken sowie das Hautgefühl bei stressbedingten Belastungen verbessern. Das Unternehmen greift damit einen Trend auf, bei dem Verbraucher körperliche Fitness, Wohlbefinden und Schönheit zunehmend miteinander verbinden. In klinischen Untersuchungen mit 30 Frauen und Männern habe sich die Haut weniger rau angefühlt und deutliche Anzeichen für eine bessere Sauerstoffversorgung gezeigt. 80 Prozent der Probanden stimmten zu, dass sich ihre Haut angenehmer anfühlte, 60 Prozent fanden, dass sie glatter aussah.

Von kolumbianischen Kleinbauern kultiviert

Der Wirkstoff ist öllöslich, frei von Konservierungsmitteln und wird für Formulierungen in einer Konzentration von einem Prozent empfohlen. Laut Ashland ist „Forzango“ zu 100 Prozent natürlichen Ursprungs, biologisch leicht abbaubar, für vegane Kosmetik geeignet und nach Cosmos-Standard zugelassen. Die Kondurangopflanze wächst in den Anden zwischen 1400 und 2100 Metern Höhe. Für die Rohstoffversorgung wird die zuvor nur wild gesammelte Pflanze nun durch ein spezielles Anbauprojekt im kolumbianischen Valle del Cauca von zehn Kleinbauernfamilien kultiviert. Sie bauen den Kondurangostrauch auf Basis mehrjähriger Verträge, mit technischer Unterstützung und nach ökologischen Methoden an. Eingesetzt werden könne der Wirkstoff beispielsweise in Gesichtsprimern und Sonnenschutzstiften für den Sport, in kühlenden Sprays und Gels sowie Cremes und Aftershave-Produkten.

Quelle: Ashland

Adobe Stock, Drazen
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