Hautdiagnose mit KI
Clarins führt technologiegestütztes Hautanalyse-Tool für den Einzelhandel ein
Der französische Kosmetikkonzern Clarins hat ein KI-gestütztes Hautanalyse-Tool für den Einzelhandel eingeführt. Das Gerät, das die menschliche Beratung unterstützen soll, wird derzeit in weltweit 20 Geschäften getestet, darunter bei John Lewis an der Oxford Street in London, bei Printemps Haussmann in Paris und in den hauseigenen Boutiquen in Dubai Hills, Mailand, Shanghai und New York. Das System soll die persönliche Beratung im Geschäft unterstützen und ergänzen. Der sogenannte KI-Skin-Observer nutze dazu sowohl biophysikalische Sensoren als auch Gesichtsbilder mit verschiedenen Beleuchtungsmodi und analysiere bis zu 22 Hautparameter. Das Gerät mache dabei Ebenen der Haut sichtbar, die dem Auge verborgen bleiben. Dadurch liefere es zusätzliche Informationen über die Haut und unterstütze die Expertise der im Geschäft angebotenen kosmetischen Beratung.
Spieglein, Spieglein
Der Skin-Observer habe die Form eines Spiegels und füge sich in bestehende Beratungstische ein, um den manuellen Hautcheck zu erweitern. „Der KI-Hautbeobachter ist auf unsere Verkaufsflächen abgestimmt und unterstützt Beraterinnen dank der einfachen Bedienung dabei, sich ganz auf ihre Kundinnen und Kunden zu konzentrieren“, sagte Clarins-Managerin Katalin Berenyi. Die Kombination aus KI, Beauty-Technologie und menschlicher Beratung verbessere die Schönheitsberatung. Neben der stationären Anwendung bietet Clarins in mehreren Ländern, darunter in den USA, Frankreich und Großbritannien, auch eine vereinfachte Webversion der Hautanalyse an. Sie ist auf der Unternehmenswebsite verfügbar und soll Kundinnen und Kunden erste Einschätzungen ihres Hautzustands ermöglichen.
Ergebnis jahrelanger Entwicklung
Nach Angaben des Unternehmens ist der KI-Skin-Observer Ergebnis jahrelanger Grundlagenforschung zur Hautanalyse in den Laboren von Clarins sowie der Weiterentwicklung der internen Beauty-Tech-Kompetenzen in den Bereichen künstliche Intelligenz und Bildgebung. An der Entwicklung sei zudem ein Ökosystem aus Start-ups beteiligt gewesen. Clarins bezeichnet das Tool zugleich als Weiterentwicklung der Marke, die seit der Gründung 1954 wissenschaftliche Forschung, natürliche Inhaltsstoffe und menschliche Expertise verbinde.
Quelle: Clarins