16.06.2026 CosmeticBusiness

Generation Z im Zwiespalt

Trendstudie von Mintel sieht Menschlichkeit wichtiger als KI

Angesichts anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit und wachsender Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt hat die Generation Z einen Teil ihres Optimismus verloren, wenn es um Karrierechancen und Haushaltseinkommen geht. Dies geht aus einer aktuellen Trendstudie der internationalen Marktforschungsagentur Mintel hervor. Gleichzeitig sei die Gen Z weiterhin bereit, Geld für nicht notwendige Ausgaben auszugeben, und 59 Prozent geben an, lieber im Moment zu leben als für die Zukunft zu planen. Für Marken ist es laut Mintel entscheidend, diese Dualität zu verstehen, um Bindungen zu der einflussreichen Zielgruppe aufzubauen.

Spannung zwischen Sparen und Konsum

Die Generation Z sei eine dynamische Generation im Wandel. Laut der neuen Mintel-Daten übernimmt die Gen Z mit zunehmendem Alter Verantwortung für eigene Ausgaben und Haushaltsbudgets. 61 Prozent sparen derzeit mehr Geld als im Vorjahr. Dies sei eine Reaktion auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland. Dass dennoch mehr als die Hälfte bereit ist, Geld für nicht notwendige Dinge auszugeben, unterstreiche eine Spannung zwischen finanzieller Vorsicht und Konsumoptimismus. Auch die Sparziele spiegeln diesen inneren Zwiespalt wider: Sie sind überwiegend kurzfristig orientiert, etwa für Reisen und Unterhaltungselektronik. Letztlich lasse sich die Generation Z nicht auf ein einheitliches Verhalten oder Mindset reduzieren. Marken, die diese Widersprüche erkennen und gezielt adressieren, statt sie zu vereinfachen, könnten am erfolgreichsten sein, so Mintel.

Weniger perfekt, mehr Humor

Die Trendprognose geht ferner davon aus, dass junge Konsumentinnen und Konsumenten zunehmend ein Gefühl fehlender Neuheiten entwickeln, da Online-Inhalte in ihrer Wahrnehmung immer homogener und vorhersehbarer werden. 59 Prozent der Gen Z finden, dass durch KI-generierte Inhalte in sozialen Medien deren Nutzung weniger ansprechend machen. Für Marken ergebe sich daraus die Chance, sich zu differenzieren, da die Gen Z Marken bevorzuge, die authentisch und nahbar seien. In einer digital stark kuratierten Welt fühlen sie sich eher von Marken angesprochen, die auf Humor, Spontanität und Unperfektheit setzen. Sie haben den starken Wunsch nach Transparenz und zwischenmenschlicher Bindung und stehen inszenierten, glatten Inhalten zunehmend kritischer gegenüber. Entsprechend positiv reagieren sie laut Mintel auf Behind-the-Scenes-Inhalte und ungefilterte Momente mit Persönlichkeit und Charakter. Marken sollten daher stärker ihre menschliche Seite zeigen, etwa durch authentische Geschichten, Teameinblicke und Kundenerlebnisse.

Quelle: Mintel

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