1. - 2. Juni 2022 in München CosmeticBusiness
12.05.2021 CosmeticBusiness

Zukunftsmarkt Wellness

Mit welchen Maßnahmen Unternehmen vom Trend zu mehr Wohlbefinden profitieren können

Wellness ist ein umsatzstarker Wachstumsmarkt der nächsten Jahre: Das hat die Beratungsagentur McKinsey in einer aktuellen Studie ermittelt. Demnach schätzt sie den Wert des globalen Wellnessmarktes auf aktuell über 1,5 Billionen US-Dollar, seine jährliche Wachstumsrate auf fünf bis zehn Prozent. Die Berater rechnen damit, dass nach der Covid-19-Krise die Ausgaben der Verbraucher weltweit wieder zunehmen werden. Daher geben sie im Rahmen ihrer Studie Unternehmen Strategien an die Hand, mit denen diese auf die Trends im Wellnessmarkt reagieren können. „Wellness“ umfasst dabei sechs Bereiche, zu denen neben Gesundheit, Fitness, Ausgeglichenheit, Schlaf und Ernährung auch ein gutes Erscheinungsbild mittels Kleidung und Kosmetik gehört.

Mit Natur und Personalisierung punkten

Die Studienautoren empfehlen Unternehmen, ihr Produktportfolio auf natur-basierte Artikel zu überprüfen beziehungsweise entsprechende Produkte ins Sortiment aufzunehmen. Denn insbesondere im Bereich Hautpflege bevorzugen Verbraucher Formulierungen mit natürlichen Inhaltsstoffen, wenn es um das persönliche Wohlbefinden geht.

Weitere Themen, welche Unternehmen mit Blick auf den Wellnesstrend berücksichtigen sollten, sind nach Angaben von McKinsey die Personalisierung und damit kundenindividuelle Anpassung von Marketing und Produkten, die Zusammenarbeit mit zur Marke passenden Influencern sowie den Ausbau von Omnichannel- und Digitalangeboten, um Verbraucher dort abzuholen, wo sie gerade sind. Für letzteres ist es zudem ratsam, so die Berater, die Lieferkette, Verpackungsgrößen sowie das Marketing verstärkt auf den E-Commerce auszurichten.

Services sind sehr gefragt

Als einen der wichtigsten Trends auf dem Wellnessmarkt sieht die Agentur die wachsende Nachfrage nach Service-Angeboten. Sie rät Unternehmen daher dazu, Beratungsangebote für ihre Zielgruppen zu entwickeln. So könnten beispielsweise Kooperationen mit fachmedizinischen Beratungen oder der Aufbau von Online-Communities entstehen, auch über Produktkategorien hinweg.

Denn schlussendlich beobachten die Analysten von McKinsey auch ein Verschwimmen der Kategoriegrenzen. Demnach gab die Mehrheit der in der Studie Befragten an, dass sie nicht eine einzelne Marke oder Lösung allein für alle Aspekte ihrer Wellness nutzen wollen. Stattdessen sei es der Agentur zufolge ratsam, gezielt einzelne Ausweitungen der Marke anzustreben. So könnten Unternehmen mit strategischen Akquisitionen Zugang zu mehr Kategorien innerhalb des Wellnessmarktes erhalten.

Quelle: McKinsey, Foto: Adobe Stock /LoloStock

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