1. - 2. Juni 2022 in München CosmeticBusiness
02.05.2022 CosmeticBusiness

Pfand für Kosmetikverpackungen vor Pilotphase

Neues System soll nach dem Vorbild der Getränkeflaschen geschlossene Materialkreisläufe ermöglichen

Das Berliner Start-up-Unternehmen Circleback arbeitet derzeit an einem Pfandsystem für Kosmetikverpackungen. Ziel ist es, dass Verbraucher Behälter wie Shampooflaschen oder Zahnpastatuben in Supermärkten zurückgeben können und das anschließend aus den Verpackungen gewonnene Rezyklat an den Hersteller zurückgeliefert wird. Partner der Pilotphase sind unter anderem die Marken Catrice, essence, Dr.Bronner’s, i+m und Kneipp.

Bisher verfügbare Rezyklatmengen sind zu gering

Für Kneipp ist es nach eigenen Angaben eine wachsende Herausforderung, ausreichend recyceltes Material für die eigenen Verpackungen zu bekommen. Die Mengen an hochwertigem Rezyklat, die über über das in Deutschland bestehende Kreislaufsystem des Gelben Sacks gewonnen werden, sind demnach zu gering, um daraus flächendeckend Verpackungen für die Körperpflegebranche herzustellen. Daher erhofft sich das Unternehmen von der Circleback-Idee, bereits erlernte Strukturen aus der Getränkeindustrie auf Körperpflegeprodukte zu übertragen, eine Signalwirkung für die gesamte Branche.

Pilotprojekt startet in Berlin

Noch in diesem Halbjahr soll das Pilotprojekt zunächst im Edeka Moch im Alexa in Berlin starten. Kunden können leere Kosmetik- und Körperpflegeverpackungen am Circleback-Pfandautomaten abgeben. Über die dazugehörige App erhalten sie bis zu 20 Cent pro Verpackung. Kneipp sowie weitere teilnehmende Partnermarken erhalten wiederum das Rezyklat aus ihren Verpackungen zurück. Das System orientiert sich am staatlichen Pfandsystem für Getränkeflaschen, das eine Recyclingquote von mehr als 90 Prozent sicherstellt. Ziel ist der Aufbau eines bundesweit flächendeckenden Pfandsystems für Plastikverpackungen aus dem Badezimmer, so die Unternehmen.

Quelle, Foto: Circleback, Kneipp

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