1. - 2. Juni 2022 in München CosmeticBusiness
31.01.2022 CosmeticBusiness

Nachhaltigkeit ja, aber nicht um jeden Preis

Laut einer Studie erhöhen nachhaltige Kosmetika nicht automatisch die Zahlungsbereitschaft

Eine aktuelle Studie der internationalen Strategieberatung Simon-Kucher & Partners hat ergeben, dass 58 Prozent der Verbraucher in der DACH-Region Wert auf Nachhaltigkeit bei Kosmetik- und Pflegeprodukten legen. Als Kriterium zum Kaufentscheid steht dies an dritter Stelle nach der Qualität des Produkts (72 Prozent) und dem Preis (70 Prozent).

Verpackung im Fokus

Die Berater geben an, dass Verbraucher unter „Nachhaltigkeit“ vor allem eine umweltfreundliche beziehungsweise recycelbare Verpackung verstehen. Die Autoren der Studie empfehlen daher Herstellern der Beauty-Branche, die in Sachen Nachhaltigkeit aktiv werden wollen, zuerst in eine entsprechende Verpackung zu investieren.

Allerdings zeigt die Untersuchung auch, dass mit 35 Prozent lediglich gut ein Drittel der Befragten bereit ist, für nachhaltige Kosmetika mehr zu bezahlen. Innerhalb dieser Gruppe würden 57 Prozent der Befragten einen Aufschlag von bis zu zehn Prozent bezahlen; weitere 31 Prozent wären bereit, bis zu 20 Prozent mehr zu bezahlen, so die Berater.

Produktqualität wichtiger

Simon-Kucher leitet daraus ab, dass „Nachhaltigkeit“ für die meisten Verbraucher zurzeit mehr Lippenbekenntnis als Überzeugung zu sein scheint. Deshalb sei es wichtig, dass Hersteller auch andere Produkteigenschaften berücksichtigen und nicht allein auf Nachhaltigkeit als Trend setzen.

Ergebnisse früherer Studien zeigen demnach, dass aus Konsumentensicht bei Kosmetik- und Pflegeprodukten vor allem Marke, Ergiebigkeit des Produkts, das Label „tierversuchsfrei“ sowie dass mehr als 95 Prozent der Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs sind zu einer höheren Zahlungsbereitschaft führen können. Dennoch raten die Analysten dazu, ein nachhaltiges Image zu pflegen. Denn dieses soll sich positiv auf die Markenwahrnehmung und damit gegebenenfalls indirekt auf die Zahlungsbereitschaft auswirken können.

Quelle: Simon-Kucher, Foto: Adobe Stock / Yulia Furman

Zurück zu allen Meldungen