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16.03.2022 CosmeticBusiness

In Schönheit altern

Sechs Strategien, wie sich Marken dem Pro-Aging-Trend nähern können

Pro-Aging hat als neuer Trend das Anti-Aging erweitert. Es geht immer mehr darum, sein Alter zu schätzen und das Beste daraus zu machen. Der neue Trend wirkt sich auf Produktentwicklung und Markenkommunikation aus, wie die Marktanalysten von Mintel beobachten. Vor diesem Hintergrund haben sie sechs Strategie-Empfehlungen für Hautpflegemarken zusammengestellt.

1. Hilfsmittel und Geräte anbieten, mit denen sich der Produktnutzen weiter steigern lässt. Dabei sei es auch wichtig, Verbraucher über die Anwendung, ihre Wirkung und ihren Nutzen genau aufzuklären, so Mintel. Als Beispiel nennen sie die Cryo Recovery Mark von Charlotte Tilbury, die eine Kombination aus Gesichtsmaske und Augenserum ist.

2. Innovationen kategorieübergreifend andenken. Da der derzeitige Trend hin zum reduzierten Einsatz von Beautyprodukten geht, empfehlen die Marktexperten, Produktnutzen zu kombinieren. Denkbar wären demnach dekorative Kosmetika mit Anti-Aging-Eigenschaften, wie zum Beispiel der Vital Skin Foundation Stick von Westman Atelier mit Feuchtigkeit spendendem Berryflux Vita.

3. Verbraucher mit neuen Formaten und Anwendungstechniken ansprechen. Mintel nennt hier beispielhaft das Bio-Performance Second Skin Set von Shiseido, bestehend aus einem Papier zum Abtupfen, einem Applikator und zwei Augenseren. Letztere werden in zwei Schichten über dem Make-up aufgetragen, wo sie Altersanzeichen unter den Augen kaschieren, heißt es weiter.

4. Hautgesundheit zum Einnehmen anbieten. Mintel beobachtet eine Entwicklung hin zu einem Anti-Aging-Schwerpunkt bei den Vitaminen, Mineralien und Nahrungsergänzungsmitteln. Hautpflegemarken könnten daher Sets entwickeln, die einnehmbare Produkte für eine verbesserte Hautgesundheit enthalten, so die Berater. Darüber hinaus empfehlen sie, das Angebot mit Ernährungs-, Diät- und Lebensstilratschlägen zu ergänzen. Ein Beispiel dafür sieht Mintel im Moon Juice Collagen Stack, bestehend aus einem Collagen Protect Supplement und einem Plump Jelly Serum, um die Haut von innen und außen mit Inhaltsstoffen zu versorgen.

5. Neue Inhaltsstoffe nutzen. Damit könnten Marken weit mehr als nur Falten behandeln. Mintel zählt dazu Hyperpigmentierung, Trockenheit oder Mattheit der Haut, die ebenfalls zu den altersbedingten Hautproblemen zählen. Das Serum Glow Recipe Guava Vitamin C Dark Spot enthält beispielsweise fünf Formen von verkapseltem Vitamin C sowie Tranexamsäure. Damit sollen sich dunkle Flecken und Rötungen langfristig verringern lassen.

6. Auf hormonelle Schwankungen eingehen. Mintel sieht einen möglichen Ansatz für Marken, auch hormonell bedingte Hautprobleme in den Wechseljahren zu behandeln. Die I-On by Dr. Xi Age Disrupting Skin Cream wurde beispielsweise für Frauen nach der Menopause entwickelt und verfügt über eine patentierte Technologie zur Reduzierung und Neutralisierung des Eisengehalts in der Haut. Darüber hinaus rät Mintel Kosmetikmarken, Partnerschaften für Forschung & Entwicklung einzugehen. Damit könnte nicht nur das Fachwissen für Hormonauswirkungen auf die Haut gestärkt, sondern auch Produktaussagen mehr Glaubwürdigkeit verliehen werden.

Quelle: Mintel Foto: Milan Ilic

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