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29.06.2021 CosmeticBusiness

Cospatox ist gestartet

Das Konsortium will Standards für Rezyklatqualitäten setzen

Das im März gegründete Konsortium Cospatox hat seine Arbeit aufgenommen. Die Abkürzung steht für Cosmetic Packaging Toxicology und betitelt ein Projekt, innerhalb dessen Industrieunternehmen gemeinsam einen Standard für qualitativ hochwertige Kunststoffrezyklate für Kosmetikverpackungen entwickeln wollen. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Arten von Produktverpackungen, die unterschiedliche Anforderungen an die Rezyklatqualität stellen. Neben kosmetischen Produkten, die auf der Haut verbleiben („Leave-on“), und denen, die abgewaschen werden (Rinse-off), sind dies Wasch- und andere Haushalts- und Hygieneprodukte. Innerhalb der nächste 24 Monate will die Gruppe die Ergebnisse ihrer Arbeit vorstellen können.

Analytik soll beschleunigt werden

Im Wesentlichen soll es bei der Arbeit der Mitglieder darum gehen, toxikologisch unbedenkliche Grenzwerte zu ermitteln. Darüber hinaus wird es laut Cospatox auch Aufgabe des Projekts sein, Prüf- und Messmethoden zu entwickeln, die von Recyclern schnell vor Ort eingesetzt werden können. Die Entwicklung einer schnellen Analytik wird als essentiell für den zukünftigen Erfolg höherer Rezyklatquoten angesehen, da es bislang Wochen dauerte, die Rezyklatqualität beispielsweise über Migrationstests zu bewerten, heißt es weiter.

Namhafte Branchenvertreter mit am Tisch

Cospatox ist aus dem Forum Rezyklat hervorgegangen, das unter anderem Händler, Hersteller, Recyclingunternehmen und Verpackungshersteller umfasst. So sind auch im jüngsten Konsortium namhafte Unternehmen vertreten, unter anderem der Druckfarbenhersteller Siegwerk, Verpackungshersteller Alpla und Aptar, die Drogerien dm und Rossmann, Verwertungsunternehmen wie Der Grüne Punkt und Interseroh, Kosmetikanbieter wie P&G, Henkel, L'Oréal oder Mibelle.

Quelle: Cospatox, Foto: Džoko Stach, Pixabay

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