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27.04.2021 CosmeticBusiness

Biokunststoff-Flaschen sollen haltbarer werden

Forschungsprojekt „Bio2Bottle“ will Nutzbarkeit und Recyclingfähigkeit von Kunststoffen kombinieren

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik Umsicht plant, biobasierte Flaschen für Reinigungsmittel und landwirtschaftlichen Bodenhilfsstoffen zu entwickeln, die hohe Standards erfüllen und gleichzeitig biologisch abbaubar und wiederverwertbar sind. Dazu forscht es im Rahmen des Projekts „Bio2Bottle“ derzeit mit vier weiteren Partnern an biobasierten und rezyklierbaren Kunststoffen. Heute verfügbare Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, wie zum Beispiel Polymilchsäure (PLA) weisen für diesen Einsatzzweck eine zu hohe Durchlässigkeit auf und genügen nicht allen Anforderungen, so das Institut.

Biokunststoffe konkurrenzfähiger machen

Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts steht die Entwicklung eines biobasierten Kunststoffs, der eine hohe Wasserdampfbarriere, Stabilität und Schmelzviskosität aufweist. Dabei werden laut Fraunhofer-Institut auch die CO2- und Sauerstoffdurchlässigkeit sowie die Gammasterilisation berücksichtigt. Weiterhin soll laut dem Institut im Rahmen des Verbundprojekts gezeigt werden, dass das Flaschenmaterial in einem technisch effizienten Verwertungsprozess wiederaufgearbeitet werden kann, was es konkurrenzfähiger macht. Die langfristige Nutzung der Flaschen sowie ihre Wiederverwendung soll zu weniger Kunststoffabfällen und einem reduzierten Verbrauch fossiler Rohstoffe für Kurzzeitprodukte führen. Zusätzlich dazu wird die gute Bioabbaubarkeit der biobasierten Flaschen unter der Koordination von Fraunhofer Umsicht untersucht und weiterentwickelt, heißt es weiter.

Kooperationspartner aus der Industrie

Das Verbundvorhaben „Bio2Bottle“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen vier Industrieunternehmen und dem Fraunhofer Umsicht. Zu den Kooperationspartnern gehören neben letzterem Cleaneroo aus Berlin, Unavera ChemLab aus Mittenwald, FKuR Kunststoff aus Willich sowie als assoziierter Partner Fritzmeier Umwelttechnik aus Großhelfendorf.

Quelle: Fraunhofer Umsicht, Foto: Adobe Stock/ Sergey Ryzhov

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