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Märkte/Unternehmen : 12.06.2012
Marktforschung: Märkte für Naturkosmetik-Produkte in Westeuropa und den USA entwickeln sich erwartungsgemäß weiter dynamisch

Die Nachfrage nach Naturkosmetik-Produkten bleibt innerhalb der etablierten Märkte in Westeuropa und Nordamerika stark, weswegen weiterhin hohe Wachstumsraten erzielt werden. Die neuesten Erkenntnisse des weltweit tätigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens Kline & Company zeigen, dass 2011 die Wachstumszahlen innerhalb des Segments im Vergleich zur jährlichen Gesamtwachstumsrate, die während der letzten fünf Jahre durchschnittlich 13,9% betrug, zwar leicht rückläufig waren, sich aber trotzdem beständig besser entwickelten als der gesamte Beauty-Markt.

Diese beiden Märkte sind deutlich von anderen zu unterscheiden, da die Marktführer von Region zu Region variieren. Zudem ist in Europa die Dynamik auf den Märkten für Naturprodukte von Land zu Land verschieden. In Westeuropa trifft der Naturkosmetik-Sektor immer mehr den breiten Geschmack. Vielversprechend sind daher die größtenteils unerschlossenen Märkte in Mittel- und Osteuropa. Auch haben sich die Anteile Westeuropas und Nordamerikas am Gesamtmarkt während der letzten fünf Jahre auf Grund der Schwellenmärkte in Brasilien und China verringert.

Große und überwiegend deutsche Drogeriemärkte, wie etwa DM und Rossmann, zählen zu den europaweit am schnellsten wachsenden Vertriebskanälen. In den Vereinigten Staaten sind die herkömmlichen Naturkosthändler weiterhin führend. Jedoch nehmen Großanbieter, wie beispielsweise Walmart - der wegweisend im Hinblick auf das Vertrauen der Einzelhändler in den Markt für Naturprodukte kürzlich eigene Produkte unter einer Eigenmarke einführte - schnell an Bedeutung zu.

Tatsächlich erkennen mehr und mehr der im Massenmarkt aktiven Markenhersteller die treibende Kraft und Rentabilität des Naturprodukte-Segments, das wegen der Qualitätsstandards einen guten Ruf genießt. Typischerweise sind die Verbraucher zunehmend dazu bereit, einen höheren Preis für echte Naturprodukte zu zahlen. Die Vorteile sind vielfältig: Indem man die Vertriebswege erweitert und damit den Verbrauchern den Zugang zu Naturprodukten erleichtert, wird letztlich auch das Wachstum innerhalb dieses Segments gesteigert.

Nancy Mills, Leiterin des Bereichs Konsumgüterindustrie, führt die Stabilität des Naturkosmetik-Sektors darauf zurück, dass Verbraucher zunehmend auf die Faktoren Gesundheit, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit achten. "Diese Faktoren haben als Wachstumstreiber allgemeine Gültigkeit, doch ihr Einfluss schwankt deutlich zwischen den Märkten", stellt Mills fest.

"Naturkosmetik ist keine Modeerscheinung, sondern eine ernsthafte Bewegung, die sich in einer immer breiteren Palette von Endprodukten wiederfindet", so Mills weiter. "Die Verbraucher sind gebildeter, was den Anbietern nur zugutekommen kann, insbesondere im Hinblick auf die Einführung und Anerkennung glaubwürdiger Zertifizierungsstandards".

Es wird erwartet, dass der Weltmarkt für Naturkosmetik-Produkte mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von beinahe 10 Prozent bis einschließlich 2016 ein anhaltend starkes Wachstum verzeichnet. Die Wachstumszahlen von echten Naturprodukten werden in den meisten Regionen vermutlich die Zahlen der Marken mit „von der Natur inspirierten“ Produkten überholen. Trotzdem werden die Marken mit „von der Natur inspirierten“ Produkten weiterhin den Weltmarkt für Naturkosmetik-Produkte dominieren.


 


Quelle: Kline & Company



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