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    Persönlicher Kontakt zählt

    08.03.16 | 07:31 Uhr

    Wussten Sie, dass ... das persönliche Gespräch für viele Menschen immer noch die wichtigste Kommunikationsform ist?

    Die virtuelle Realität ist mittlerweile Teil unseres Alltags. Videokonferenzen im Beruf, Chats mit Familie und Freunden, virtuelle Ortsbesichtigungen mittels 360-Grad-Aufnahmen ersetzten oft persönliche Gespräche und Besichtigungen. In der heutigen Zeit scheint es, als würde Kommunikation schon fast nicht mehr ohne die digitale Erweiterung der Kommunikationskanäle funktionieren. Eine internationale Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zeigt jedoch, dass virtuelle Kommunikation für viele Menschen keine echte Alternative zum persönlichen Kontakt darstelle. Vor allem Deutsche träfen sich mit ihren Gesprächspartnern lieber persönlich oder schauten sich Orte lieber mit eigenen Augen an, so die GfK.

    Nur jeder fünfte Internetnutzer weltweit sehe im virtuellen Kontakt einen gleichwertigen Ersatz für ein persönliches Gespräch oder eine Vor-Ort-Besichtigung. In der GfK-Umfrage stimmten nur 23% der Befragten in 22 Ländern weltweit der Aussage „virtuelle Kontakte mit Menschen oder Orten können genauso gut sein wie persönliche Kontakte beziehungsweise tatsächlich vor Ort zu sein“ zu, wie die Marktforscher mitteilen.

    Brasilianer und Türken finden virtuellen Kontakt genauso gut – Deutsche nicht

    Überdurchschnittlich gut angefreundet mit den neuen Kommunikationsformen hätten sich die Internetnutzer in Brasilien und der Türkei, wie die GfK feststellt. Hier meinen jeweils 34% der Befragten, dass der virtuelle Kontakt gleichwertig mit dem persönlichen sei. Danach folgen laut der Studie Mexikaner (28%), Chinesen (27%) und Russen (24%), die ebenfalls keinen Unterschied zwischen einer persönlichen Begegnung oder einem Onlinekontakt machten.

    In den westeuropäischen Ländern seien die Internetnutzer skeptischer. Der GfK zufolge sehe fast ein Drittel der Deutschen (32%) in der virtuellen Kommunikation keine Alternative zum persönlichen Kontakt. Nur 13% der Internetnutzer in Deutschland würden beide Kommunikationsformen als gleichwertig annehmen, wie die Marktforscher angeben. Auch in Schweden (29%), Belgien und Tschechien (jeweils 26%) sowie Großbritannien und in den Niederlanden (jeweils 23%) lehnten die Befragten laut den Marktforschern die Aussage eher ab.

    Akzeptanz der neuen Kommunikationskanäle ist auch eine Frage des Alters

    Die GfK hat weiterhin herausgefunden, dass jüngere Internetnutzer die virtuelle Kommunikation eher als gleichwertig mit dem persönlichen Kontakt ansehen würden als die älteren Befragten. Von den 50- bis 59-Jährigen weltweit gab jeder Fünfte (20%) an, dass er den persönlichen besser als den virtuellen Kontakt finde. Bei den Befragten über 60 Jahren meinten das sogar 27%. Jedoch gäbe es auch in dieser Altersgruppe Länderunterschiede. Während 29% der 50- bis 59-Jährigen Brasilianer und 35% der Türken im gleichen Alter der Aussage zustimmten, würde sie von 41% der Deutschen abgelehnt.

    Dagegen würden weltweit viele der jüngeren Internetnutzer der virtuellen Kommunikation die gleiche Bedeutung zusprechen wie dem persönlichen Kontakt. In den Altersgruppen der 20- bis 29-Jährigen sowie die 30- bis 39-Jährigen würden sich 28% respektive 27% der Befragten dieser Aussage anschließen, wie die GfK betont. Bei den 15- bis 19-Jährigen seien es 22%, die dabei voll und ganz zustimmten.

    Über die Studie

    Die Studie basiert auf einer Online-Umfrage, die von der GfK im Sommer des vergangenen Jahres unter 27.000 Internetnutzern ab 15 Jahren in 22 Ländern weltweit durchgeführt wurde. Dabei sollten die Teilnehmer den Grad ihrer Zustimmung zu der Aussage „virtuelle Interaktionen mit Menschen oder Orten können genauso gut sein wie persönliche Kontakte beziehungsweise tatsächlich dort zu sein“ auf einer Skala von 1 „Stimme überhaupt nicht zu“ bis 7 „Stimme voll und ganz zu“ angeben, wie die GfK berichtet.

    Quelle: GfK, Foto: vege – Fotolia

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