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    US-Käufer wollen Kontrolle über persönliche Daten

    04.05.15 | 08:10 Uhr

    Wussten Sie, dass ... US-amerikanische Käufer personalisierte Werbung schätzen, aber nicht alles von sich preisgeben wollen?

    Im Multichannel-Marketing liegt ein schmaler Grat zwischen individuellem Kauferlebnis und Datenschutz. Wie eine US-Studie der Managementberatung Accenture zeigt, erwarten US-Konsumenten sowohl beim Onlinekauf als auch im Geschäft mehr personalisierte Produktangebote und Rabattaktionen. Gleichermaßen wollen sie aber auch die Kontrolle über ihre persönlichen Daten behalten und dem Handel nicht alles von sich preisgeben.

    Wie Accenture berichtet, können Händler von einem sowohl breiten als auch individuellen Verständnis ihrer Kunden profitieren, um individualisierte Marketingmaßnahmen über alle Kanäle hinweg effektiv umzusetzen. Unternehmen hätten so die Chance, genau zu definieren, durch welche Personalisierungsstrategien die besten Geschäftsergebnisse erzielt werden können. Gleichzeitig kann den Kunden so die Möglichkeit gegeben werden, selbst zu entscheiden, welche Informationen sie für welche Aktion preisgeben wollen.

    Denn US-Konsumenten sind unentschlossen in Bezug auf ihre Erwartungen an ein personalisiertes Einkaufserlebnis:

    • Einerseits sagen 57%, dass sie Echtzeit-Angebote während des Einkaufens erhalten möchten. Andererseits wollen nur 20% dem Händler ihren aktuellen Standort sowie nur 14% ihre Browser-Chronik preisgeben.
    • 90% geben an, dass sie den Zugang zu bestimmten persönlichen Daten begrenzen und Händler davon abhalten möchten, ihre Daten an Dritte weiterzugeben.
    • Für 82% sind automatische Rabatte an der Kasse durch das Einlösen von Bonuspunkten und Coupons willkommene Angebote. Beim Onlineshopping begrüßen 59% automatisch anhand des Suchverlaufs generierte Produktangebote.
    • 48% der Befragten sind empfänglich für Online-Erinnerungen zu Produkten, die sie regelmäßig nachkaufen müssen. 40% wollen allerdings nicht von einem Onlineshop daran erinnert werden, dass sie bestimmte Produkte nicht kaufen sollten, weil sie ihrer Diät nicht zuträglich sind.
    • Die Bezahlung per 1-Click-Verfahren beim Onlinekauf finden 51% der Befragten gut. Dagegen sprechen sich 48% gegen ein automatisches Bezahlverfahren im Laden aus, bei dem der Kunde nicht mal mehr seinen Geldbeutel aus der Tasche holen muss.

    Die Konsumenten sind eher bereit, demografische Daten offenzulegen:

    • Jeweils mehr als die Hälfte der Befragten gibt das Geschlecht (65%), das Alter (53%) und Kontaktinformationen (52%) gerne preis, wie Accenture mitteilt.
    • Dagegen seien finanzielle (13%) und medizinische (8%) Angaben sowie Social-Media-Kontakte (5%) deutlich sensiblere Informationen, die nicht gerne mitgeteilt werden.
    • Wie die Managementberatung berichtet, begrüßen es US-Konsumenten durchaus, dass Händler über ihre Person und ihre Einkaufsgewohnheiten Bescheid wissen, um ihnen individuelle Produkt- und Rabattangebote zu unterbreiten. Allerdings wollen sie nicht so transparent sein, dass Händler sie bei ihren Einkäufen aufgrund von demografischen Daten bevormunden könnten. So lehnen beispielsweise 46% der Befragten ab, dass Händler das persönliche Einkaufsbudget aufgrund ihrer finanziellen Situation begrenzen könnten.

    „Personalisierung ist eine wirksame Methode für Händler, um sich vom Wettbewerb abzuheben sowie mehr Kaufumsätze zu generieren und die Kundenbindung zu erhöhen“, berichtet Dave Richards, Global Managing Director bei Accenture Retail Consulting. „Wenn Händler Personalisierung als einen Wertaustausch betrachten und transparent im Umgang mit persönlichen Daten ihrer Kunden sind, werden Konsumenten eher dazu bereit sein, ihre Daten preiszugeben.“

    Für Händler sei es wichtig zu beachten, dass die Grenze zwischen Zulässigkeit und Unangemessenheit für jeden Kunden unterschiedlich verlaufe und sich über die Zeit auch verschieben könne. Der Kunde behalte die Kontrolle über das digitale Vertrauen, dass er dem Handel entgegen bringt und Händler müssten demnach flexibel sein, was ihre Vorstellung von personalisierten Einkaufserlebnissen betrifft, betont Dave Richards.


    Quelle: Accenture, Foto: fotolia/ mikkolem

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